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Musik aus Polnischen Klarissenklöstern des 13. und 14. Jahrhunderts
Zwei bedeutende Gestalten des Mittelalters prägen das Programm «Filia praeclara»: die heilige Klara von Assisi (1194-1253), die zusammen mit dem heiligen Franziskus den Klarissenorden gegründet hatte, sowie Kinga von Ungarn (um 1224 - 1292, 1999 von Papst Johannes Paul II. heiliggesprochen). Sie war die Gemahlin Herzog Boleslaws V. (genannt Pudicus, der Keusche), und unter ihrer Herrschaft erlebte Polen eine kulturelle Blütezeit mit bedeutenden Kulturzentren von grosser Ausstrahlung und äusserst produktiven Skriptorien. Aus dieser Zeit datieren nicht nur die ältesten polyphonen Mess-Sätze Polens, sondern auch eine von Kinga mitgebrachte Kopie des berühmten französischen Magnus Liber (mit prächtiger polyphoner Musik der Notre Dame-Schule). Noch heute sind Fragmente von Kingas Exemplar des Magnus Liber im süpolnischen Kloster Stary Sącz, dessen Leitung sie nach dem Tod ihres Mannes übernommen hatte, erhalten.
So bildet die Musik aus polnischen Klarissenklöstern des 13. und 14. Jh., die ein faszinierendes und bisher kaum erschlossenes Erbe hinterlassen haben, einen Schwerpunkt des Programms. Das ensemble Peregrina lässt die vielschichtige Geistes- und Klanglandschaft der polnischen Klarissenklöster - wie etwa Stary Sącz - auf subtile Weise aufleben: mit musikalischen Unikaten und damit wohl überwiegend Eigenproduktionen dieser Klöster, mit kunstvollen mehrstimmigen Gesängen aus den Fragmenten von Kingas Magnus Liber, die für dieses Programm sorgfältig rekonstruiert wurden, und zur Abrundung des Programms mit einstimmigen Sequenzen für die Patronin des Ordens, die heilige Klara und weiteren liturgischen Gesängen aus dem Umfeld der Klarissen.
Die heilige Klara wurde 1194 in eine adlige Familie in Assisi geboren. Nach mehreren Begegnungen mit Franziskus von Assisi, der sie für sein Armutsideal begeistern konnte, floh sie 1212 aus ihrem Elternhaus. Nach Aufenthalten in verschiedenen Klöstern liess sie sich bei der Kirche von San Damiano nieder, wo sich bald eine Gemeinschaft frommer Frauen um sie bildete, die sich gleich ihr um ein Leben nach der Regel des Franziskus bemühten, die dieser wohl bereits 1212/13 in der kurzen, schriftlichen Forma vivendi für sie adaptiert hatte. 1215 wurde Klara Äbtissin von San Damiano, wo sie bis zu ihrem Tod lebte - seit 1224/25 fast dauernd bettlägerig. 1215/16 wurde ihr von Papst Innozenz III. das Privilegium paupertatis gewährt, 1253 - als sie schon auf dem Totenbett lag - wurde von Papst Innozenz IV. die an die Forma vivendi anknüpfende, eigentliche Ordensregel bestätigt. Noch im Jahr ihres Todes setzte der Kanonisierungsprozess Klaras ein, der schliesslich 1255 zur Heiligsprechung führte.
Der Orden der heiligen Klara verbreitete sich sehr rasch: bereits 1219 entstanden weitere Klöster in Italien, deren Zahl bis 1228 auf 24 anwuchs. Ab den 1230er-Jahren gab es zahlreiche Gründungen ausserhalb Italiens, unter anderem 1233 in Prag.
In der anonymen, von einigen Forschern dem franziskanischen Mönch Thomas von Celano zugeschriebenen ”Vita S. Clarae virginis Assisii in Umbria” lesen wir über die Geburt und Namensgebung Klaras:
“Praegnans mulier cum ante crucem in ecclesia Crucifixum attente oraret, ut eam de partus periculo salubriter expediret, vocem audivit dicentem sibi: «Ne paveas mulier: quia quoddam lumen salva parturies, quod ipsum mundum clarius illustrabit.»“
Als die Schwangere [=Mutter Klaras] vor dem Kreuz in der Kirche inbrünstig den Gekreuzigten bat, er möge sie aus den Gefahren der Geburt gesund hervorgehen lassen, hörte sie eine Stimme, die zu ihr sprach: „Fürchte dich nicht, Weib, denn wahrlich, du wirst heil ein Licht zur Welt bringen, und dieses wird die Welt sehr hell erleuchten.”
Ob nun die Benennung der Heiligen wirklich auf Überlegungen ihrer Eltern zur Bedeutung des Namens zurückgeht oder ob umgekehrt Klaras Name zur entsprechenden Legendenbildung beigetragen hat, ist unwesentlich. Auf alle Fälle bot dieser Name den das geistreiche Wortspiel und das Spiel mit mehreren Bedeutungsebenen besonders liebenden Dichtern - und in diesem Falle wohl auch Dichterinnen - des 13. und 14. Jahrhunderts reiche Möglichkeiten. Das lateinische Adjektiv CLARUS, CLARA bedeutet nicht nur klar, sondern ebenso leuchtend, erlaucht, rein, oder für akustische Phänomene hell, also ein heller Klang, der laut und deutlich ist, oder in Bezug auf den Verstand ein klarer Verstand, der etwas deutlich und verständlich ausdrückt, oder in übertragenem Sinn, also etwa in Bezug auf den Charakter oder die gesellschaftliche Stellung glänzend, hervorstechend, ruhmvoll, berühmt.
Davon werden eine Menge weiterer Wörter mit der gleichen Bedeutungsvielfalt abgeleitet, etwa PRAECLARA (überaus klar, durch und durch klar etc.), CLARITAS (die Klarheit etc.), CLARESCERE (klar, hell werden, aufleuchten etc.) oder CLARE, das in mittellateinischer Orthographie zugleich Adverb (auf klare Art und Weise etc.) und Genitiv des Namens Klara ist, was zusätzliches Potenzial für Wortspiele bildet. Diese Vielfalt kann in keiner Übersetzung wiedergegeben werden und muss beim Lesen und Hören der Texte immer mitgedacht werden.
Wo von Licht und Helligkeit die Rede ist, liegt die Assoziation zu Sonne, Mond und anderen Himmelskörpern nicht fern. So ist denn auch die Metaphorik der Himmelskörper ein immer wiederkehrender Topos in den Dichtungen zu Klara, etwa in der Sequenz Gaude celi ierarchia, wo es in der 4. Strophe heisst: „Vere sidus tu praeclarum, quod a sole differt parum“ - „Du bist wahrlich ein überaus hell leuchtender Stern, der der Sonne nur wenig nachsteht“.
Mit der Sonne ist hier Christus gemeint Diese Annäherung von Klara an Christus ist ein weiteres Charakteristikum der Dichtungen aus dem Umkreis ihres Ordens. So erinnert auch in der oben zitierten Passage aus der Vita S. Clarae das „Ne paveas mulier“ nicht zufällig an das „Ne timeas Maria“ der Verkündigungsszene (Lc 1, 30): hier wie dort wird von einer Stimme des Himmels die Geburt eines Kindes vorausgesagt, das der Welt ein Licht bringen wird.
Neben konkreten Episoden aus der Legende der heiligen Klara - wie etwa die an die Legende der klugen und törichten Jungfrauen anklingende, wunderbare Ölvermehrung, die Heilung Kranker etc. - sind die Wortspiele mit dem Wortfeld CLARA, die daran anknüpfende Metaphorik der Himmelskörper und die Annäherung an Christus (und zeitweise Gleichsetzung mit Maria) die herausragendsten Merkmale der Klaradichtungen.
Eine Verbindung all dieser Elemente findet sich in der bereits erwähnten Sequenz Gaude celi ierarchia (2). In der Sequenz Clara Dei famula (3) sind unter den vielen Anspielungen auf Klaras Vita besonders der paupertatis titulum (das von Papst Innozenz III. verliehene Armutsprivileg) und die Nachfolge Christi in Marias Spuren (Mariae vestigium eius sequens filium) hervorzuheben. Vollends im Zentrum steht die Metaphorik der Himmelskörper in der Sequenz Thronus novus (8), in der die sieben Gestirne die jungfräulichen Tugenden Klaras symbolisieren, die wie sieben Sterne an Salomos Thron erstrahlen und den sieben Säulen der Weisheit als Stütze von Gottes Haus gleichgesetzt werden. Bemerkenswert ist, dass in der Strophe 2 zwar von sieben Gestirnen die Rede ist, dass in der Folge aber nur deren sechs explizit genannt werden. Im Zusammenhang mit der siebten Tugend (cogitatio) wird - wohl als Substitut des Planeten Jupiter - Deus genannt.
Bei den Klarissen finden sich auch Stücke auf andere Heilige, wie z.B. den Evangelisten Johannes - bildlich dargestellt als schöner Jüngling mit stark weiblichen Zügen -, der im 14. Jahrhundert insbesondere in Frauenorden mit zuweilen an erotische Ekstase grenzender Inbrunst verehrt wurde. Ein Beispiel hierfür ist die Motette Manere/MANERE (11), ein von Agnieszka Budzińska-Bennett ergänztes Fragment aus Kingas Magnus liber mit vielschichtigen Anspielungen auf ein Graduale für den Evangelisten Johannes, das seinerseits auf einem Zitat aus dem Johannesevangelium beruht. Serena virginum/MANERE (12) ist eine Conductus-Motette über den gleichen Tenor, diesmal allerdings mit einem marianischen Text. Das Verfahren, Texte, die ursprünglich für Johannes geschrieben wurden, für Maria zu adaptieren, ist durch verschiedene Faktoren motiviert (u. a. Nähe zu Christus, Vereinigung unter dem Kreuz, und nicht zuletzt die weiblichen Züge Johannes'). So ist die Sequenz O felix haec novitas (10) der verselbständigte zweite Teil einer längeren Sequenz für Mariä Verkündigung, die ihrerseits nach dem Modell einer Sequenz für Johannes gedichtet und komponiert ist. Die Anspielungen auf die klugen Jungfrauen n der Conductus-Motette Ad veniam perveniam (6), die mit vollen Ölgefässen die Ankunft des Bräutigams erwarten, über den Tenor TAMQUAM: „SO, WIE [ein Bräutigam, tritt der Herr aus dem Brautgemach hervor], gehören zur gängigen Klara-Symbolik.
Neben dem zwei- und dreistimmigen Surrexit Christus hodie (4 und 19) mit der österlichen Szene der Frauen am Grab und den beiden Benedicamus Domino (9 und 18), die alle aus polnischen Klarissenhandschriften stammen, geben auch die Alleluia mit ihren Versen ein lebendiges Bild der liturgischen Feiern dieses Ordens. Die ersten beiden sind explizit für Klara und spielen in ihren Versen O virgo clarens (5) bzw. Fulgens luce claritatis (7) mit der Bedeutungsvielfalt des Wortfeldes clara, claritas etc., während das dritte, wie der Beginn des Verses Ave benedicta Maria (13) deutlich macht, für die Gottesmutter ist. Die tropierenden Erweiterungen heben sich vom ursprünglichen Vers durch ihren regelmässigen Versbau und den rhythmischen Vortrag ab. Zu den bemerkenswertesten Raritäten dieses Programms gehören die drei Unica [Stella naufragantium] et via regens (16), ein von A. Budzińska-Bennett ergänztes Fragment eines nur in Stary Sącz überlieferten Benedicamus Domino-Liedes auf Maria, den Meerstern, mit der auch für Klara typischen Symbolik der leuchtenden, den Weg weisenden Himmelskörper, die vokal anspruchsvolle tropierte Lesung Jube domne benedicere/Una cunctis leticie (14), sowie der Conductus Omnia beneficia (17), ebenfalls aus Stary Sącz und vielleicht bald nicht mehr nur dort die heimliche Hymne.
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Philipp Zimmermann
Als ich 1992 zum ersten Mal nach Stary Sącz, einem kleinen, südpolnischen Städtchen mit glanzvoller Vergangenheit, fuhr, konnte ich noch nicht ahnen, welch grossen Einfluss dieser Ort auf meinen weiteren musikalischen wie auch musikwissenschaftlichen Weg ausüben würde. Der Eindruck des schönen Klarissenklosters und der dort stattfindenden ausgezeichneten Konzerte mit mittelalterlicher Musik war unauslöschlich. Dort hörte ich auch zum ersten Mal den Conductus Omnia beneficia, der gleichsam die heimliche Hymne des mittelalterlichen Festivals war. Am meisten beeindruckte mich das Kölner Ensemble Sequentia mit der viel zu früh verstorbenen Barbara Thornton (Gesang), Benjamin Bagby (Gesang und romanische Harfe) und Elisabeth Gaver (Fidel). So ist es auch der langjährigen Unterstützung und Ermutigung von Ben und Barbara zu verdanken, dass ich nach Abschluss meines musikwissenschaftlichen Studiums in Poznań den Entschluss fasste, zu vertiefenden Studien der Aufführungspraxis mittelalterlicher Musik nach Basel zu fahren. Das Programm dieser CD soll also nicht nur die musikalischen Wurzeln und die Kultur meines Herkunftslandes aufzeigen, sondern es schliesst sich mit ihm für mich auch persönlich ein Kreis und zugleich soll es auch eine Hommage an diese herausragenden Musiker sein.
Obwohl ich schon seit langem ein Programm zur Musik aus polnischen Klarissenklöstern machen wollte, begann ich die eigentliche Arbeit daran erst zu Beginn des Jahres 2005. Den Anstoss gab die Anfrage für ein Programm mit mittelalterlicher Musik zur 700- Jahr-Feier des Klara-Kellers in Köln. Dieses wunderbare gotische Gewölbe ist der einzige erhaltene Teil des zu Beginn des 14. Jhdts. gegründeten und zu Beginn des 18. Jhdts. zerstörten Klarissenklosters im Zentrum Kölns (heute in Privatbesitz: Römerturm 3). Für mich war bald klar, dass das geeignetste Programm Musik aus dem Umkreis eben dieses Ordens war, und zwar aus Stary Sącz und Krakau. Denn die dort sich befindlichen Fragmente des Pariser Magnus Liber sowie außerordentlich interessante Unica, die von einer spannenden lokalen Produktion zeugen, boten die Möglichkeit, ein abwechslungsreiches und faszinierendes Bild der franziskanischen Musikkultur im Südpolen des 13. Jahrhunderts zu zeichnen. Auf Schritt und Tritt begegnete mir faszinierende Musik, die zudem durch ihre fragmentarische Überlieferung oder ungenaue Aufzeichnung eine musikwissenschaftliche und paläographische Herausforderung darstellte. Die gleichzeitige Suche nach Musik zu Ehren der Patronin des Ordens, der Heiligen Klara, führte mich immer wieder zu Parallelquellen böhmischer und süddeutscher Provenienz in den Bibliotheken von Prag und Karlsruhe. Diese Werke, hauptsächlich Sequenzen, zeichnen sich durch wunderschöne Texte aus und ergänzen das Bild der Tätigkeit franziskanischer Skriptorien.
Eine Handschrift des 15. Jahrhunderts aus dem süddeutschen Klarissenkloster St. Georgen bei Karlsruhe (Karlsruhe, Bad. Landesbibliothek, St. Georgen 3), die einige Sequenzen auf die Heilige Klara enthält, bot mir überdies wertvolle Hinweise zur damaligen Aufführungspraxis in Frauenklöstern. So findet sich unter ihren Rubriken die Aufteilung der musikalischen Funktionen in cantrix, duo sorores de primo choro sowie chorus. Ich entschied mich, diese Aufteilung auch bei manchen Sequenzen (Thronus novus) und bei den beiden Versionen des Surrexit Christus hodie anzuwenden. Im Falle der letzteren beiden gibt es zusätzliche Informationen in Form einer Beschreibung der Aufführungs praxis des Surrexit im Liber sacerdotalis, der nach dem Tridentinischen Konzil in Venedig herausgegeben wurde1. Dort wird die Aufteilung in Solisten für die Verse und Chor, der für das Alleluja hinzukommt, beschrieben. Diese Aufteilung habe ich in den beiden aus der Krakauer Quelle stammenden Versionen des Surrexit Christus hodie angewandt.
Auf dem Programm finden sich ausserdem ein- und mehrstimmige polnische Werke, die in Klarissenklöstern aufgeschrieben wurden und zu deren Liturgie gehören (z. B. [Stella naufragantium]et via regens), sowie polyphone Kompositionen aus den Bibliotheken dieser Klöster (Fragmente aus dem Magnus Liber), über deren tatsächliche Aufführung und allfällige Verwendung in der Liturgie allerdings nur spekuliert werden kann. Da sie nur bruchstückhaft überliefert sind, mussten sie aufgrund vollständiger Quellen der Notre Dame-Polyphonie rekonstruiert werden (z. B. Ad veniam/TAMQUAM oder Manere/ MANERE). Ein zusätzliches Glanzlicht im Programm bilden die der Ordenspatronin gewidmeten Sequenzen aus böhmischen und deutschen Quellen.
Das auf dieser CD vorgestellte Programm thematisiert die Kultur und Tradition eines weiblichen Ordens und wird von einem Ensemble, das sich ausschliesslich aus Frauen zusammensetzt, ausgeführt. So ist es auch kein Zufall, dass fast alle Werke Frauengestalten zum Thema haben: die Heilige Klara (Tracks 1-3, 5, 7-8), die Muttergottes (Tracks 10, 12-16) sowie die Frauen am Grab (4 und 19). Ebenfalls vertreten sind die weisen und die törichten Jungfrauen (6), während die weiblichen Züge des Evangelisten Johannes (Motette Manere/MANERE (11) durch die marianische Kontrafaktur Serena virginum/ MANERE (12) unterstrichen werden.
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Agnieszka Budzińska-Bennett
Übersetzung: Philipp Zimmermann
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Music from 13th and 14th Century Polish Clarisse Convents
Two eminent medieval figures loom large in the program „Filia praeclara“: Saint Clara of Assisi (1194–1253), who together with Saint Francis founded the Clarisse Order, and Kinga of Hungary (circa 1224–1292, canonized by Pope John Paul II in 1999). She was the wife of Duke Bolesław V (called Pudicus, the Chaste), and under their reign Poland had a period of cultural prosperity with important cultural centers of great influence with extremely productive scriptoria. Not only Poland's oldest polyphonic settings of elements of the Mass, but also a copy of the Magnus Liber Kinga brought with her to Poland (containing magnificent polyphonic music of the Notre-Dame school) date back to that time. To this day, fragments of Kingas copy of the Magnus Liber are extant at the convent of Stary Sącz in southern Poland, whose abbess she had become after her husband's death.
The music from Polish Clarisse convents, a fascinating and widely undocumented heritage, is one focal point of this program. The multilayered spiritual and musical world of Polish Clarisse convents - like Stary Sącz - is subtly brought to life by ensemble Peregrina; with musical pieces found only here and thus presumably mainly these convents' own compositions, with elaborate polyphonic settings of fragments of Kinga's Magnus Liber that have been painstakingly reconstructed for this program, and finally with monodic sequences for the patron of the order, Saint Clara, and other liturgical chants from the Clarisse Order.
Saint Clara was born in 1194 into a noble family in Assisi. After several encounters with Francis who awakened her enthusiasm for his ideal of poverty, she fled her parents' house in 1212. After having stayed in several convents, she settled near the church of San Damiano, where a community of pious women soon formed around her, aiming to lead a life according to Francis' rule, which the latter had probably already in 1212/13 adapted for her in the in the short written Forma vivendi. In 1215 Clara became abbess of San Damiano, where she lived until her death - bedridden from 1224/25. In 1215/16 she was granted the Privilegium paupertatis by Pope Innocent III. In 1253 - Clara was already on her deathbed - Pope Innocent IV confirmed the actual rule of the order, based upon the Forma vivendi. Clara's canonization procedures began already in the year of her death, leading to her sanctifica-tion in 1255.
The order of Saint Clara spread rapidly; as early as 1219 additional convents were founded in Italy, their number rising to 24 by 1228. From the 1230's, many new convents were founded outside of Italy, among others one in Prague in 1233. In the anonymous Vita S. Clarae virginis Assisii in Umbria, ascribed by some researchers to the Franciscan monk Thomas of Celano, we read about the birth and naming of Clara:
Praegnans mulier cum ante crucem in ecclesia Crucifixum attente oraret, ut eam de partus periculo salubriter expediret, vocem audivit dicentem sibi: “Ne paveas mulier: quia quoddam lumen salva parturies, quod ipsum mundum clarius illustrabit.“
When the pregnant woman [=Clara's mother] in church before the cross implored the crucified Christ to see her through the perils of giving birth, she heard a voice saying to her: “«Do not fear, woman, since truly, you will safely give birth to a light, and that light will brightly illuminate the world.»“
Whether the naming of Saint Clara really goes back to her parents' reasoning about the name's meaning or whether, conversely, Clara's name contributed to the legend, is of marginal significance. In any case, the name offered many possibilities to poets (in this case probably to poetesses as well) of the 13th and 14th centuries who particularly loved witty puns and playing with multiple layers of meaning.
The Latin adjective CLARUS, CLARA not only means clear, but also shining, illustrious, pure, or bright for acoustical phenomena, thus a bright sound which is loud and distinct, or with respect to the mind a clear mind which articulates something clearly and comprehensibly, or in a metaphorical sense, ith respect to character or social status shining, illustrious, outstanding, glorious, famous.
From these, a large number of additional words with the same breadth of meaning are deduced, as PRAECLARA (extremely clear, clear through and through etc.), CLARITAS (clearness etc.), CLARESCERE (become clear, become bright, light up etc.) or CLARE, which n Medieval Latin can be both adverb (in a clear manner, etc.) and genitive of the name Clara, creating additional potential for puns. This variety of meaning cannot be reproduced by any translation and must always be borne in mind when reading and listening to the texts.
Where there is mention of light and brightness, associations with sun, moon and other celestial bodies are rather obvious. The imagery of celestial bodies is an often recurring topos in the poetry on Clara, as in the sequence Gaude celi ierarchia, where it says in the fourth stanza: “Vere sidus tu praeclarum, quod a sole differt parum” - “You are truly an exceptionally brightly shining star only slightly inferior to the sun”. The sun here means Christ. This proximity of Clara to Jesus is another characteristic of poetry from around her order. Likewise, it is mulier“ from the Vita S. Clarae cited above is reminiscent of the “Ne timeas Maria“ in the annunciation scene (Luke 1, 30): In both passages a voice from the heavens anounces the birth of a child that will bring light to the world.
Apart from the concrete episodes from the legend of Saint Clara - the wondrous proliferation of oil reminscent of the legend of the wise and foolish virgins, the healing of sick people etc. - it is the punning with the semantic field CLARA, the imagery of celestial bodies connected with it and the proximity to Jesus (and at times identification with Mary) that are the most prominent characteristics of poetry concerned with Clara. A combination of all these elements can be found in the already mentioned sequence Gaude celi ierarchia (2). Among the many allusions to Clara's life, the “paupertatis titulum” (the privilege of poverty bestowed by Pope Innocent III) and the Imitation of Christ in Mary’s footsteps (Mariae vestigium eius sequens filium) particularly stand out in the sequence Clara Dei famula (3). The imagery of celestial bodies is particularly prominent in the sequence Thronus novus (8), in which the seven heavenly bodies symbolize the virginal virtues that shine like seven stars on Salomon's throne and are likened to the seven pillars of wisdom supporting the house of God. Remarkably, there is mention of seven heavenly bodies in stanza 2, but only six of them are explicitly named. In connection with the seventh virtue Deus is mentioned - probably as a substitute for the planet Jupiter.
The Clarisse Order's repertory includes pieces for other saints as well, such as John the Evangelist - portrayed as a beautiful young man with markedly feminine traits - who was revered by female orders in the 14th century with an ardor sometimes bordering on erotic ecstasy. An example of this is the motet Manere/MANERE (11), a fragment from Kinga's Magnus liber completed by Agnieszka Budzińska-Bennett with multiple allusions to a gradual for John the Evangelist, itself based on a passage from the Gospel of John. Serena virginum/MANERE (12) is a conductus motet on the same tenor, but with a Marian text. The technique of adapting to Mary texts originally written for John is motivated by several factors - the closeness to Christ, the union under the cross, and not least John's feminine traits. The sequence O felix haec novitas (10) is the second part of a lengthy sequence on the Annunciation to Mary, which itself is modeled on a sequence for John. The allusions to the wise virgins awaiting the arrival of their bridegroom with full vessels of oil in the conductus motet Ad veniam perveniam (6), on the tenor TAMQUAM: “AS [a bridegroom, the Lord cometh forth out of his chamber]”, are common Clara symbolism.
Besides the two- and three-voice Surrexit Christus hodie (4 and 19) with the Easter scene of the women at the tomb, and the two Benedicamus Domino (9 and 18), all drawn from Polish Clarisse manuscripts, it is also the Alleluias with their verses which contribute to a vivid image of the order's liturgical ceremonies. The first two are explicitly for Clara. Their verses O virgo clarens (5) and Fulgens luce claritatis (7), respectively, playfully explore the wide array of meaning within the semantic field clara, claritas etc. The third, as is made clear by the beginning of the verse Ave benedicta Maria (13), is addressed to the Virgin Mother. The troped additions are distinguished from the original verse by their regular prosodic structure and rhythmic declamation.
Among the most remarkable rarities of this program are the three works [Stella naufragantium] et via regens (16), the vocally demanding lecture trope Jube domne benedicere/ Una cunctis leticie (14), and Omnia beneficia (17). The first is a fragmentary Benedicamus Domino trope on Mary Star of the Sea which has been found only in Stary Sącz and was completed by Agnieszka Budzińska-Bennett. Its symbolism of shining stars lighting the way is typical of Clara. The conductus Omnia beneficia has also only been found in Stary Sącz and might well become an unofficial anthem elsewhere, too.
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Philipp Zimmermann
Translation: Lucas Bennett
When in 1992 I went for the first time to Stary Sącz, a small town in the south of Poland with a glorious past, I could not have guessed what a great influence this place would have on my future musical and musicological development. The beautiful Clarisse convent and the excellent concerts given there made an indelible impression on me. It was there I first heard the conductus Omnia beneficia, which was something like the festival's unofficial anthem. The strongest impression was made on me by the Cologne ensemble Sequentia with the late Barbara Thornton (voice), Benjamin Bagby (voice and Romanesque harp) and Elisabeth Gaver (fiddle). It was also thanks to Ben's and Barbara's year-long support and encouragement that upon completing my musicological studies at Poznań, I decided to go to Basle to study medieval performance practice. The program on this CD thus not only aims to highlight the musical roots and culture of my native country, but it also completes a circle for me in a personal sense. At the same time it is meant as homage to these exceptional musicians.
Although I had for a long time wanted to put together a program with music from Polish Clarisse convents, I didn't really begin to work on the project until early 2005. The impulse was given when I was asked to do a program with medieval music for the 700 year celebration of the St. Klara Keller in Cologne. This wonderful gothic vault is the only surviving part of the Clarisse convent in the centre of Cologne which was founded in the 14th and destroyed in the early 18th century (now privately owned: Römerturm 3). It quickly became clear to me that music from within the same order, namely from Stary Sącz and Cracow, would be most suitable, since the fragments of the Magnus Liber held there, as well as some extraordinarily interesting unica giving proof of a highly interesting local production, would allow me to paint a varied and fascinating picture of Franciscan music culture in southern Poland in the 13th century. At every turn, I was confronted with intriguing music which due to their fragmentary transmission or imprecise notation presented a musicological and paleographical challenge. The search for music in honor of the order's patron Saint Clara time and again lead me to parallel sources of Bohemian and southern German provenience at the libraries of Prague and Karlsruhe. These works - primarily sequences - are characterized by wonderful texts and add to the image of Franciscan scriptoria.
Furthermore, one manuscript from the 15th century from the southern German Clarisse convent St. Georgen near Karlsruhe (Karlsruhe, Bad. Landesbibliothek, St. Georgen 3) containing sequences on Saint Clara provided me with precious information on performance practice in female convents at the time. The rubrics contain the division of the musical functions in cantrix, duo sorores de primo choro and chorus. I decided to apply this division to some sequences (Thronus novus) and the two versions of Surrexit Christus hodie as well. Concerning the two last-mentioned, there is additional information to be found; a description of performance practice for the Surrexit in the Liber sacerdotalis, which was published in Venice after the Council of Trent1. In it there is a description of the division into soloists for the verses and choir which enters for the Alleluia. I applied this division to the two versions of Surrexit Christus hodie from the Cracow source.
On the program are also monodic and polyphonic Polish works that were written down in Clarisse convents and are part of their liturgy (e.g. [Stella naufragantium] et via regens), as well as polyphonic compositions from the libraries of these convents (fragments from the Magnus Liber), the actual performance and possible liturgical use of which, however, can only be speculated on. Since they have only been fragmentarily transmitted, they had to be reconstructed on the basis of complete sources of Notre-Dame polyphony (e.g. Ad veniam/ TAMQUAM or Manere/MANERE). The sequences dedicated to the order's patron drawn from Bohemian and German sources are an additional highlight.
The program presented on this CD addresses the culture and tradition of a female order and is performed by an ensemble composed exclusively of women. Nor is it by accident that almost all the pieces tell of female figures: Saint Clara (Tracks 1-3, 5, 7-8), the Virgin Mother (Tracks 10, 12-16) and the women at the tomb (4 und 19). Also present are the Wise and the Foolish Virgins (6), while the female traits of John the Evangelist (Motet Manere/MANERE, Track 11) are emphasized by the Marian contrafactum Serena virginis/MANERE (12).
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Agnieszka Budzińska-Bennett
Translation: Lucas Bennett
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Muzyka z XIII i XIV-wiecznych klasztorów klasysek polskich
Program „Filia praeclara„ zdominowany jest przez dwie znaczące postaci średniowieczne: świętą Klarę z Asyżu (1194-1253), która wraz ze św. Franciszkiem założyła zakon klarysek, oraz Kingę Węgierską (ok. 1224 - 1292), kanonizowaną przez Jan Pawła II w 1999 roku żonę polskiego księcia Bolesława V zwanego Wstydliwym (Pudicus). Pod rządami Kingi jej nowa ojczyzna zaznała kulturalnego rozkwitu, powstały liczne centra kulturalne o wielkiej sile oddziaływania oraz niezwykle produktywne skryptoria. Na ten okres datowane są nie tylko najstarsze wielogłosowe polskie fragmenty mszalne, lecz również przywieziona przez Kingę kopia znanej francuskiej Magnus Liber zawierającej wspaniałe utwory polifoniczne szkoły Notre Dame. Fragmenty tego egzemplarza Magnus Liber zachowały się do dzisiaj w klasztorze w Starym Sączu na południu Polski, którego prowadzenie przejęła Kinga po śmierci małżonka.
Głównym punktem programu płyty jest muzyka wywodząca się z XIII- i XIV-wiecznych klasztorów klarysek, które pozostawiły po sobie fascynujące i dotychczas mało poznane dziedzictwo. Ensemble Peregrina w subtelny sposób przywraca do życia ten wielopoziomowy duchowy i dźwiękowy krajobraz polskich klasztorów klarysek (w tym klasztoru starosądeckiego): muzyczne unikaty, pochodzące z własnej twórczości tych klasztorów zestawione zostały z kunsztownymi wielogłosowymi kompozycjami Magnus Liber Kingi, które dla tego programu zostały specjalnie zrekonstruowane. Programu dopełniają jednogłosowe sekwencje poświęcone patronce zakonu, św. Klarze oraz dalsze kompozycje należące do liturgii klarysek.
Święta Klara urodziła się w 1194 roku w szlacheckiej rodzinie w Asyżu. W roku 1212 uciekła z rodzinnego domu po wielokrotnych spotkaniach ze św. Franciszkiem, który zdołal przekonać ją do ideału ubóstwa. Przebywała w rozmaitych klasztorach, by ostatecznie osiąść w klasztorze San Damiano. Tam założyła wkrótce żeńską wspólnotę religijną opartą na regule św. Franciszka, który zaadaptował ją dla nich już w latach 1212/1213 w krótkiej pisemnej wersji znanej jako Forma vivendi. W roku 1215 Klara została przeoryszą San Damiano, gdzie przebywała aż do swojej śmierci, od roku 1224/1225 niemal ciągle na łożu boleści. W 1215/1216 papież Innocenty III przyznał jej Privilegium paupertatis (przywilej ubóstwa), a w roku 1253 – gdy Klara była już na łożu śmierci – Innocenty IV potwierdził właściwą regułę zakonu, powołującą się na franciszkańską Forma vivendi. Jeszcze w roku śmierci Klary rozpoczęto jej proces kanonizacji, który zakończył się pomyślnie w roku 1255.
Zakon św. Klary bardzo szybko się rozprzestrzeniał: już w roku 1219 powstały dalsze lasztory we Włoszech, a w roku 1228 ich liczba wzrosła do 24. Od lat 30-tych XIII stulecia przybywało ich również w innych krajach. W roku 1233 założony został, między innymi klasztor klarysek w Pradze.
W anonimowym dziele Vita S. Clarae virginis Assisii in Umbria, przypisywanym przez niektórych badaczy franciszkaninowi Tomaszowi z Celano, czytamy o narodzinach Klary i nadaniu jej imienia:
Praegnans mulier cum ante crucem in ecclesia Crucifixum attente oraret, ut eam de partus periculo salubriter expediret, vocem audivit dicentem sibi: „Ne paveas mulier: quia quoddam lumen salva parturies, quod ipsum mundum clarius illustrabit“.
«Gdy brzemienna (= matka Klary) gorąco modliła się przed krzyżem w kościele do Ukrzyżowanego, by pozwolił zdrowo uniknąć niebezpieczeństw rozwiązania, usłyszała głos, który rzekł do niej: „Nie obawiaj się, kobieto, bowiem zaprawdę, przyniesiesz światu światło, i to światło rozjaśni cały świat“».
To nieistotne, czy nadanie imienia świętej ma źródło w rozważaniach rodziców czy odwrotnie: imię Klary doprowadziło do powstania odpowiednich legend. W każdym przypadku imię to umożliwiło najrozmaitsze wielopoziomowe gry słowne, tak uwielbiane przez poetów XIII i XIV wieku – a w tym przypadku być może również i przez poetki.
Łaciński przymiotnik CLARUS, CLARA oznacza świetlisty, rozjaśniony, czysty lub też, w przypadku zjawisk akustycznych jasny (jako barwa, a więc jasny dźwięk, dźwięk głośny i wyraźny) lub też odnosząc się do rozumu, jasny umysł, a więc taki, który potrafi wyrazić się prosto i zrozumiale. W sensie przenośnym przymiotnik ten dotyczyć może cech charakteru lub pozycji społecznej: najjaśniejszy, znamienity, sławny.
Od tego przymiotnika pochodne są dalsze wyrażenia jak np. PRAECLARA (najjaśniejsza), CLARITAS (jasność), CLARESCERE (rozjaśnić, rozświetlić) czy CLARE, które to słowo w ortografii średniowiecznej można rozumieć zarówno jako przysłówek (w jasny sposób) lub jako dopełniacz lub celownik imienia Klara, co poszerza dodatkowo możliwości gier słownych. Owej wielopoziomowości nie można oddać żadnym tłumaczeniem, lecz podczas czytania lub słuchania tekstów - należy zawsze być tego zjawiska świadomym.
Tam gdzie mowa jest o jasności, niedaleko już do skojarzenia ze Słońcem, Księżycem i innymi ciałami niebieskimi. Tak więc również metaforyka astronomiczna pozostaje w poezji poświęconej Klarze wszechobecnym toposem, jak np, w sekwencji Gaude celi ierarchia, w której w czwartej zwrotce widnieje zdanie: „Vere sidus tu praeclarum, quod a sole differt parum“ – „Jakże jasną jesteś gwiazdą, ustępujesz jedynie Słońcu“.
Słońcem tym jest sam Chrystus. To porównanie Klary do Chrystusa jest dalszym elementem charakteryzującym wiersze pochodzące z kręgów jej zakonu. I tak wspomniany wyżej fragment „Ne paveas mulier“ nieprzypadkowo przypomina “Ne timeas Maria” ze sceny Zwiastowania (Łk 1, 30): w obu scenach głos z niebios zapowiada narodziny dziecka, które przyniesie światu światłość. Oprócz konkretnych epizodów z legendy św. Klary – jak choćby ten przypominający przypowieść o Pannach Mądrych i Głupich, cudowne rozmnożenie oleju, uzdrowienie chorych – najistotniejszymi cechami poezji poświęconej Klarze są więc gry słowne związane z przymiotnikiem CLARA oraz związana z tym metaforyka astronomiczna i porównanie z Chrystusem (częściowo również z Maryją).
Połączenie wszystkich tych elementów odnależć można we wspomnianej już sekwencji Gaude celi ierarchia (2). W sekwencji Clara Dei famula (3) szczególnie podkreślony został, obok innych aluzji do Vita Klary, paupertatis titulum - przywilej ubóstwa nadany przez papieża Inocentego III oraz podążanie za Chrystusem śladami Maryi (Mariae vestigium eius sequens filium). Centralna metaforyka astronomiczna pojawia się ponownie w sekwencji Tronus novus (8), w której siedem ciał niebieskich, symbolizujących dziewicze cnoty Klary, przyrównanych zostało do siedmiu gwiazd oświetlających tron Salomona i siedmiu kolumn mądrości podpierających dom Boży. Warto zauważyć, iż jakkolwiek w zwrotce drugiej mowa jest o siedmiu ciałach niebieskich, wymienionych zostało tylko sześć. Siódma cnota (cogitatio) nazwana została Deus, prawdopodobnie jako substytut planety Jowisz.
W repertuarze sióstr klarysek odnaleźć można również utwory poświęcone innym świętym jak np. Janowi Ewangeliście (w sztuce przedstawianemu jako piękny młodzieniec o kobiecych rysach), który cieszył się w XIV wieku w klasztorach żeńskich szczególną czcią, graniczącą niemal z erotyczną ekstazą.. Przykładem tego jest motet Manere/ MANERE (11), fragment z Magnus Liber Kingi, zrekonstruowany przez Agnieszkę Budzińską-Bennett, cechujący się licznymi aluzjami do graduału na święto Jana Ewangelisty, który z kolei stanowi cytat z Ewangelii wg św. Jana. Serena virginum/ MANERE (12) to conductus motet oparty na tym samym tenorze, posiadający już tekst maryjny. Zabieg adaptacji tekstu z pierwotnie poświęconego Janowi na tekst maryjny uwarunkowały rozmaite aspekty (m.in. bliskość z Chrystusem, wspólne czuwanie pod Krzyżem oraz kobiece cechy Jana). Również tekst i muzyka sekwencji O felix haec novitas (10), stanowiącej samodzielną część dłuższej kompozycji na Zwiastowanie, oparte są na sekwencji poświęconej pierwotnie św. Janowi. Do typowej symboliki obecnej w wierszach o Klarze należą również aluzje do epizodu z Pannami Mądrymi oczekującymi Oblubieńca w conductus-motecie Ad veniam perveniam (6) opartym na tenorze TAMQUAM: „JAK [Oblubieniec Pan wychodzi ze swej komnaty]“.
Oprócz dwu- i trzygłosowego Surrexit Christus hodie (4 i 19) przedstawiającego wielkanocną scenę niewiast u grobu oraz dwóch Benedicamus Domino pochodzących z rękopisów klarysek polskich, barwny obraz liturgicznych świąt tego zakonu prezentują również śpiewy allelujatyczne. Pierwsze dwa z nich, All. O virgo clarens (5) i All. Fulgens luce claritatis (7), poświęcone są właśnie Klarze i w swoich wersach dają przykład żonglerki słowami clara, claritas, etc. Śpiew All. Ave benedicta Maria (13) natomiast, jak widać już z początkowych słów wersu, poświęcony jest Matce Bożej. Tropowane dodatki odróżniają się od oryginalnych fragmentów regularną wersyfikacją i rytmicznym przebiegiem.
Na szczególną uwagę zasługują w tym programie trzy unica: [Stella naufragantium] et via regens (16), zrekonstruowany przez Agnieszkę Budzińską-Bennett maryjny trop Benedicamus Domino odnaleziony w Starym Sączu, przyrównujący ją do Gwiazdy Morza i pozostający we właściwej również Klarze symbolice gwiazd oświetlających drogę, tropowane czytanie Jube domne benedicere/ Una cunctis leticie (14) stanowiące spore wokalne wyzwanie oraz, odnaleziony również w Starym Sączu, conductus Omnia beneficia (17), który być może nie tylko tam zabrzmi niebawem jako uroczysty hymn.
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Philipp Zimmermann
Przekład: Agnieszka Budzińska-Bennett
Kiedy w 1992 roku po raz pierwszy pojechałam do Starego Sącza, małego miasteczka o wspaniałej przeszłości na południu Polski, nie widziałam jeszcze, iż miejsce to tak dalece wpłynie na wybór mojej dalszej tak muzycznej jak i muzykologicznej drogi. Piękny klasztor klarysek i odbywające się w nim wspaniałe koncerty muzyki średniowiecznej zrobiły na mnie ogromne wrażenie. Tam to właśnie usłyszałam po raz pierwszy conductus Omnia beneficia stanowiący niejako hymn średniowiecznego festiwalu. Największy wpływ jednak wywarła na mnie kolońska grupa Sequentia: przedwcześnie zmarła Barbara Thornton (śpiew), Benjamin Bagby (śpiew i harfa romańska) oraz Elisabeth Gaver (fidel). To właśnie dzięki wieloletniemu wsparciu i zachęcie Bena i Barbary, po ukończeniu studiów muzykologicznych podjęłam decyzję wyruszenia do Bazylei w celu poważnych studiów nad wykonawstwem muzyki średniowiecznej. Program tej płyty ten jest więc nie tylko próbą ukazania muzycznych korzeni i kultury kraju z którego pochodzę, lecz również zamknięciem pewnego osobistego cyklu i oddaniem tym wspanialym muzykom swoistego hommage.
Mimo, iż idea programu z muzyką polskich klarysek dojrzewała we mnie już od dawna, poważną nad nim pracę rozpoczęłam na początku 2005 roku. Bezpośrednim impulsem stało się zamówienie programu z muzyką średniowieczną uświetniającego 700-lecie Klara-Keller w Kolonii – wspaniałej gotyckiej piwnicy ocalałej z ruin zniszczonego na początku XVIII wieku klasztoru klarysek w centrum miasta (obecnie Römerturm 3). Było dla mnie oczywiste, iż najwłaściwszym programem będzie muzyka tego właśnie zakonu i to ze Starego Sącza i Krakowa. Odnalezione tam bowiem fragmenty paryskiej Magnus Liber oraz niezwykle interesujące unica, świadczące o prężniej lokalnej twórczości zagwarantować mogły ciekawy i różnorodny obraz trzynastowiecznej franciszkańskiej kultury muzycznej na południu Polski. Krok po kroku natrafiałam na fascynujące utwory, poprzez fragmentaryczność lub nieprecyzyjny zapis stanowiące muzykologiczne i paleograficzne wyzwanie. Równocześnie poszukiwałam utworów poświęconych patronce klasztoru, świętej Klarze, których najwięcej odnalazłam w spowinowaconych z polskimi źródłach czeskich (Praga) i południowoniemieckich (Karlsruhe). Utwory te (głównie sekwencje) charakteryzują się przepięknymi tekstami i dopełniają obrazu płodnej twórczości skryptoriów franciszkańskich.
Piętnastowieczny rękopis z południowoniemieckiegoklasztoru klarysek St. Georgen niedaleko od Karlsruhe (Karlsruhe, Bad. Landesbibliothek, St. Georgen 3), źródło kilku sekwencji o Św. Klarze, dostarczył mi dodatkowo cennych informacji na temat praktyki wykonawczej w klasztorach żeńskich. Otóż pośród jego rubricae odnajdujemy podział funkcji muzycznych między cantrix, duo sorores de primo choro oraz chorus. Podział ten postanowiłam zastosować przy wykonywaniu niektórych sekwencji (Thronus novus) oraz w dwóch wersjach Surrexit Christus hodie. W przypadku tych ostatnich dodatkowych informacji dostarczył mi opis praktyki wykonywania Surrexit zamieszczony w wydanym w Wenecji po soborze trydenckim Liber sacerdotalis wspominający podział na solistów wykonujących wersety i chóru dołączającego się na alleluja1. Podział ten zastosowałam w dwóch wersjach Surrexit Christus hodie pochodzących z rękopisu krakowskiego.
Na program ten składają się zatem jedno- i wielogosowe utwory polskie zanotowane w klasztorach sióstr klarysek i należące do ich liturgii (np. [Stella naufragantium] et via regens) oraz utwory polifoniczne w tych klasztorach odnalezione (fragmenty Magnus Liber), których miejsce w liturgii franciszkańskiej klasztoru w Starym Sączu możemy jedynie przypuszczać. Ponieważ zachowane są one jedynie szczątkowo, konieczna była ich rekonstrukcja na podstawie zachowanych źródeł polifonii Notre Dame (jak np. w przypadku Ad veniam/TAMQUAM czy Manere/ MANERE). Program uświetniają dodatkowo sekwencje poświęcone patronce klasztoru pochodzące ze źródeł czeskich i niemieckich.
Program prezentowany na tej płycie dotyczy kultury i tradycji klasztoru żeńskiego i wykonywany jest przez ensemble składający się wyłącznie z kobiet. Nieprzypadkowo również tematyka niemal wszystkich bez wyjątku utworów dotyczy postaci kobiecych: Św. Klary (numery 1-3, 5, 7-8), Maryi (nr 10, 12-16) oraz kobiet u grobu Pańskiego (4 oraz 19). Obecne są tu również Panny Mądre i Panny Głupie (nr 6), a związek postaci Jana Ewangelisty z aspektem kobiecym w motecie Manere /MANERE (nr 11) podkreśla jego maryjna kontrafaktura Serena virginis/MANERE (12).
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Agnieszka Budzińska-Bennett
Die Stücke aus polnischen Klarissenquellen stammen aus | the pieces from Polish Clarisse convents are from:
PL - Kklar 205 - Tracks Nr. 4, 13, 10 & 19
und den drei weiteren Handschriften | and the three additional manuscripts:
PL-STk 1 (olim 389,1) und | and PL-STk2 ms. 2D aus | from Stary Sącz und | and PL-PU (ohne Signatur | without shelfmark) aus | from Poznań, die auf folgende Weise unterteilt wurden | are divided up as follows:
Alle Stücke wurden entweder von Faksimiles oder von durch Agnieszka Budzińska-Bennett übertragenen
Noten gesungen, mit Ausnahme der Nr.10, für welche die Ausgabe von J. Pikulik „Sekwencje polskie“ MMA
Band V, PWM 1976 benutzt wurde. Die Nrn. 16 & 17 wurden musikalisch von Agnieszka Budzińska-Bennett
und textlich von Prof. Dr. Felix Heinzer ergänzt; Nrn. 6 & 11 wurden mit der Hilfe von D-W 1099 (W2)
und I-Fl Pluteo 29,1 (F) rekonstruiert. Text-/Musik-Rekonstruktion von Nr 1: Philipp Zimmermann &
Agnieszka Budzińska-Bennett.
All pieces were sung from facsimiles or from transcriptions prepared by Agnieszka Budzińska-Bennett,
except for No. 10 where the edition by J. Pikulik „Sekwencje polskie“ MMA Vol. V, PWM 1976 was used.
Nos. 16 & 17 were completed by Agnieszka Budzińska-Bennett (music) and Prof. Felix Heinzer (text); Nos.
6 & 11 were reconstructed consulting D-W 1099 (W2) and I-Fl Pluteo 29,1 (F). Reconstruction of text and
music of No. 1 by Philipp Zimmermann & Agnieszka Budzińska-Bennett.
From the left: Kelly Landerkin, Agnieszka Budzińska-Bennett, Lorenza Donadini, Els Janssens.
Das ensemble Peregrina möchte Herrn Dr. Peter Reidemeister für seine enorme Hilfe bei der Realisierung dieses Projektes und sein Vertrauen danken. Ebenso danken wir Herrn Dr. Thomas Drescher (SCB) für Vertrauen und Goodwill.
Ensemble Peregrina wishes to thank Dr. Peter Reidemeister for his constant faith in this project and enormous help in realizing it. We are most grateful to Dr. Thomas Drescher (SCB) for his trust and goodwill.